Rialtobrücke Brücke
Die berühmteste Brücke Venedigs verbindet San Polo mit San Marco über dem Canal Grande, im historischen Herzen des Handels von Rialto.
Rialtobrücke, der große Handelsdurchgang des Canal Grande
Die Rialtobrücke überquert den Canal Grande zwischen den Sestieri San Polo und San Marco, im Herzen des Viertels, das jahrhundertelang einen großen Teil der kommerziellen und finanziellen Aktivitäten Venedigs konzentrierte. Sie ist bis heute ein täglicher Durchgang und ein wichtiger städtischer Orientierungspunkt: Auf der einen Seite erstrecken sich die Märkte und die alten Handelsstraßen von Rialto, auf der anderen die Wege in Richtung der Mercerie und des Markusplatzes.
Der Canal Grande von der Rialtobrücke aus gesehen
Die Wahl eines einzigen Bogens mit einer Öffnung von über 28 Metern ermöglichte es, den Kanal ohne Zwischenpfeiler zu überqueren, der die Schifffahrt behindern könnte. Die Brücke, die über 22 Meter breit ist, ist wie eine echte Straße organisiert: Drei Wege führen darüber, mit einer zentralen Allee, die von Geschäften gesäumt wird, und zwei äußeren Durchgängen entlang der Brüstungen.
Die 24 Geschäfte, die in zwei Reihen angeordnet sind, sind also nicht nur eine einfache Dekoration. In die Architektur der Brücke integriert, setzen sie die Handelsfunktion von Rialto direkt fort; wie auf dem früheren Holzbauwerk brachten ihre Mieten auch der Republik Einnahmen. Diese Anordnung erklärt die besonders massive Silhouette des Denkmals, das eher wie eine kleine schwebende Straße über dem Canal Grande aussieht als wie eine gewöhnliche Brücke.
Ein Detail entgeht den Besuchern leicht: Die zentralen Teile der Brücke tragen mehrere Reliefs, die mit der Identität Venedigs verbunden sind. Auf einer Seite ist die Verkündigung dargestellt, mit dem Engel Gabriel, der Jungfrau Maria und der Taube des Heiligen Geistes; auf der anderen erscheinen der heilige Markus und der heilige Theodor, jeweils Schutzpatron und früherer Schutzpatron der Stadt.
Die Überquerung lohnt sich sowohl für das Denkmal als auch für die Ausblicke von seinen Brüstungen. Der Blick folgt der Kurve des Canal Grande zwischen Palästen, Anlegestellen, Gondeln und Dienstbooten. Auf der Seite von San Polo erstreckt sich vor allem das alte Handelsviertel von Rialto mit seinen Märkten, spezialisierten Straßen und den Gebäuden der Handelsbehörden. Hier konzentrierten sich Banken, Seeversicherungen, Händler und Waren aus vielen Regionen des Mittelmeers und Europas.
Die Brücke sollte auch vom Wasser oder von den nahe gelegenen Ufern aus betrachtet werden, insbesondere in der Nähe des Palazzo dei Camerlenghi und des Fontego dei Tedeschi. Dann erkennt man viel besser ihren einzigen Bogen, ihre symmetrischen Rampen und die helle Masse ihres Steins. Mehr als ein einfaches Wahrzeichen zeugt die Rialtobrücke so vom handeltreibenden Venedig: einer Stadt, deren Architektur selbst dafür konzipiert wurde, den Verkehr von Menschen, Waren und Geld zu begleiten.
Tipps für den Besuch
Das Viertel ist tagsüber extrem belebt, besonders zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Nachmittag. Um die Brücke und ihre Ausblicke ruhiger zu genießen, kommt man am besten früh am Morgen, wenn das Viertel zu erwachen beginnt, oder kehrt am Abend zurück, wenn die Aktivität nachlässt und die Lichter der Paläste und Boote sich im Canal Grande spiegeln.
Um seine Architektur wirklich zu verstehen, sollte man sich nicht auf die Überquerung beschränken. Die nahe gelegenen Ufer ermöglichen es, sein allgemeines Profil zu würdigen, während eine Fahrt mit dem Vaporetto unter der Brücke hindurch eine ausgezeichnete Vorstellung von der Breite seines Bogens und davon vermittelt, wie er sich in einen der dichtesten Abschnitte des Canal Grande einfügt.
Galerie
Quellen und weitere Informationen
Venezia Unica - Rialto Bridge ; Comune di Venezia - Pescheria e Mercato di Rialto ; Treccani - Antonio da Ponte.
Karte und Route
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