San Giorgio Maggiore Stadtviertel Insel
Gegenüber dem Markusplatz bietet San Giorgio Maggiore einen der schönsten Gegenblicke auf Venedig. Man kommt wegen der Basilika von Palladio, der Gemälde von Tintoretto und vor allem wegen der Aussicht vom Campanile. Die ehemaligen Benediktinergebäude, heute von der Stiftung Giorgio Cini genutzt, beherbergen auch Gärten und Ausstellungen. Ein kurzer, ruhiger und besonders perspektivenreicher Besuch.
San Giorgio Maggiore, die Insel gegenüber dem Markusplatz
Die Insel San Giorgio Maggiore liegt am Eingang des Markusbeckens, gegenüber dem Dogenpalast und der Piazzetta, und bietet eines der berühmtesten Panoramen Venedigs. Trotz ihrer geringen Größe vereint sie ein bedeutendes monumentales Ensemble, das von der weißen Fassade ihrer Basilika und ihrem Backstein-Campanile dominiert wird.
Schon in der Antike besucht, erhielt die Insel ihren heutigen Namen nach dem Bau einer ersten, dem heiligen Georg geweihten Kirche im 9. Jahrhundert. Im Jahr 982 übergab der Doge Tribuno Memmo sie dem Mönch Giovanni Morosini, der dort ein Benediktinerkloster gründete, das eine wichtige religiöse und kulturelle Rolle in der Republik Venedig spielen sollte.
Die heutige Basilika wurde im 16. Jahrhundert von Andrea Palladio entworfen und nach seinem Tod im Jahr 1610 fertiggestellt. Ihre klassische Fassade, ihre großen lichterfüllten Räume und ihre Lage am Wasser machen sie zu einer der vollendetsten Werke des Architekten. Im Inneren sind insbesondere mehrere große Gemälde von Tintoretto erhalten, darunter Das Abendmahl und Die Mannalese.
Der im 18. Jahrhundert wiederaufgebaute Campanile ist etwa 75 Meter hoch. Von seiner Spitze hat man einen besonders weiten Blick über das Markusbecken, die Giudecca, die Kuppeln von Venedig und die Lagune; dieser ist oft freier als der vom Campanile des Markusplatzes.
Die ehemaligen Klostergebäude beherbergen seit 1951 die Stiftung Giorgio Cini, die gegründet wurde, um die gesamte Anlage zu restaurieren und sie zu einem internationalen Zentrum für Kultur, Forschung und Kunst zu machen. Kreuzgänge, Bibliotheken, Ausstellungsräume, Gärten und zeitgenössische Installationen nehmen heute einen großen Teil der Insel ein.