Sant’Elena Insel

Östliches Ende von Castello, grüner und wohnlicher, offen zur Lagune und zu den großen Gärten. Sant'Elena kann einen Spaziergang durch Castello abschließen. Das Viertel hat nicht die monumentale Wirkung von San Marco, sondern lässt vielmehr beobachten, wie Venedig im 20. Jahrhundert gewachsen ist.

Sant’Elena, Castello offen zur Lagune

Sant’Elena nimmt das östliche Ende des Sestiere von Castello ein, jenseits der Giardini der Biennale. Das Viertel hebt sich von der mittelalterlichen Dichte des Zentrums von Venedig durch seine breiteren Alleen, weitläufigen Gebäude, Bäume und langen Ausblicke auf die Lagune ab.

Man erreicht ihn in der Regel nach Überquerung der Via Garibaldi und der Gärten von Castello. Der Atmosphärenwechsel ist deutlich: Die Besucher werden weniger, die Straßen ruhiger und das Leben wohnlicher. Sant’Elena zeigt so ein alltägliches Venedig mit seinen Wohnungen, Sportanlagen, Spielplätzen und Bewohnern, die Kinder oder Hunde unter Kiefern spazieren führen.

Dieser Eindruck von Weite ist in einer Stadt, in der jedes Stück Land normalerweise mit dem Wasser umkämpft zu sein scheint, bereits eine Besonderheit. Von den Ufern und dem Park aus eröffnen sich weite Blicke auf den Lido, das Becken von San Marco und die Gewässer der südlichen Lagune.

Eine alte Insel wird zum modernen Viertel

Der Name Sant’Elena stammt von der Kirche, die der heiligen Helena, der Mutter von Kaiser Konstantin, geweiht ist. Ursprünglich befanden sich das Gebäude und sein Kloster auf einer kleinen Insel, die vom übrigen Venedig getrennt war. Eine erste religiöse Gründung entstand dort in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, zunächst als Hospiz für Pilger auf dem Weg ins Heilige Land.

Der Überlieferung nach sollen die Reliquien der Heiligen zu Beginn des 13. Jahrhunderts aus Konstantinopel gebracht worden sein. Der Komplex ging 1407 an die Olivetaner-Benediktiner über, die die Kirche im 15. Jahrhundert wieder aufbauen ließen. Ihre Backsteinfassade bewahrt ein elegantes Portal, das den venezianischen Befehlshaber Vettore Cappello kniend vor der heiligen Helena darstellt. Das heutige Viertel ist jedoch viel jünger. Die Sümpfe und flachen Gewässer um die alte Insel wurden nach und nach aufgeschüttet und dann in die Stadt integriert. Der Großteil der Wohnbebauung stammt aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts; mehrere Straßen tragen Namen, die mit Orten und Persönlichkeiten des Ersten Weltkriegs verbunden sind.

Was in Sant’Elena sehen und unternehmen?

Das Hauptdenkmal ist die Kirche Sant’Elena, deren schlichter Innenraum die Kapelle und die Urne der Heiligen bewahrt. Die Überreste des Kreuzgangs aus dem 15. Jahrhundert, der Garten und die ehemalige Klosteranlage bilden einen unauffälligen Ort, der lange von Pilgern besucht wurde und für bestimmte orientalische christliche Gemeinschaften noch immer besonders wichtig ist.

Der Parco delle Rimembranze, auch Pineta di Sant’Elena genannt, ist eine der größten Grünflächen des historischen Zentrums. Seine Kiefern, Rasenflächen, Bänke und Spielplätze machen ihn bei Familien und Anwohnern beliebt. Der Spazierweg entlang des Wassers bietet einen freien Blick auf den Lido und ist einer der angenehmsten Orte, um den Bootsverkehr in der Lagune zu beobachten.

In der Nähe befindet sich auch das Stadion Pier Luigi Penzo, das 1913 eröffnet wurde und als das zweitälteste noch genutzte Fußballstadion Italiens gilt. Seine Lage am Ende einer autofreien Stadt, erreichbar insbesondere mit dem Vaporetto, macht es zu einer ziemlich einzigartigen Sportstätte.

Quellen und weitere Informationen

Chorus Venezia – Chiesa di Sant’Elena ; Comune di Venezia – Castello Est ; Venezia Unica – Pineta di Sant’Elena ; Venezia FC – Stadio Pier Luigi Penzo.

Letzte Aktualisierung: 23 August 2026
Typ Insel
Stadtviertel Castello

Karte und Route

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